Aufgrund ihrer spezifischen Konstruktion sind Axiallager optimal geeignet für niedrige Drehzahlen mit geringen Fliehkräften bei hoher Steifigkeit.

Im Verhältnis zum Radialkugellager ist der Druckwinkel bei einem Axiallager auf 90° vergrößert, so dass ausschließlich Axiallasten auftreten. Der Unterschied bei diesem Lager besteht darin, dass alle Wälzkörper gleichmäßig tragen.

Es gibt zwei verschiedene Varianten des Axiallagers: einseitig wirkende und beidseitig wirkende Axiallager.

Die klassische Ausführung des Axiallagers wird durch spezielle Bauformen ergänzt: Axialschrägkugellager, Schwenklager bzw. Drehkränze. Oftmals werden Axiallager auch in Kombination mit Radiallagern eingesetzt.

Axialkräfte erfordern Axiallager

Wirken die von einem Wälzlager aufzunehmenden Kräfte nicht radial, sondern in Richtung der Achse oder Welle, spricht man von Axialkräften. Um diese Kräfte abzuleiten, sind Lager vorzusehen, die einen grundsätzlich anderen Aufbau besitzen. Diese verhindern eine Verschiebung in Achsrichtung. Standard-Radiallager sind für die Aufnahme vor allem von Radialkräften gebaut, sie können allerdings ebenfalls kleine/mittelgroße Axialkräfte aufnehmen. Aber manchmal sind die Axialkräfte zu groß, um diese Lösung sinnvoll einzusetzen.

Anders als bei Radialrillenkugellagern verteilt sich die Last bei Axiallagern gleichmäßig auf alle Wälzkörper. Durch die spezielle Konstruktion eignen sich Axiallager vor allem für Einsatzfälle mit geringen bis mittleren Drehzahlen und bei geforderter, sehr hoher Steifigkeit.

Die Einsatzbereiche können in 2 Fälle unterschieden werden:

  • Beispiel Schrägzahnradgetriebe: Hier treten sowohl Radial- wie auch Axialkräfte auf. Daher wird immer eine Kombination von Radial- und Axiallager auf einer Welle benötigt. Das gleiche gilt für Werkzeug- und Verpackungsmaschinen.
  • Beispiel Kran: Es treten vor allem große Kräfte in axialer Richtung auf, hier durch das Eigengewicht des Kranes und der zu hebenden Lasten. Es liegt ein völlig anderer Belastungsfall vor: Vor allem muss die Welle bzw. Achse gegen Verschiebung in axialer Richtung gesichert werden. Aus diesem Grund werden die Wälzkörper hier anders gelagert bzw. angeordnet, damit ausschließlich Druckkräfte auf sie wirken.

Ausführungsformen: Axiallager werden entweder in Ringform, äußerlich ähnlich den Radiallagern, aber mit größeren Abmessungen, oder für größere Lasten in Scheibenform ausgeführt. Werden Rollen als Wälzkörper benötigt, sind die zulässigen Drehzahlen allerdings sehr begrenzt, da hier nicht nur reine Rollreibung auftritt. Auch hier dürfen die Radiallasten jedoch keineswegs vernachlässigt werden; eine Kombination von Radial- und Axiallager auf einer Welle ist obligatorisch.

Bauformen von Axiallagern

  • Axial-Rillenkugellager: Keine Belastung in radialer Richtung; für höhere Drehzahlen geeignet.
  • Axial-Zylinderrollenlager: Sehr hoch belastbar in axialer Richtung, stoßunempfindlich; ebenfalls nicht in radialer Richtung belastbar. Für hohe Drehzahlen ungeeignet.
  • Axial-Pendelrollenlager: Kann axiale wie auch radiale Kräfte aufnehmen, auch für höhere Drehzahlen geeignet. Kann Fluchtungsfehler ausgleichen. Sehr robust und weit verbreitet, auch bei sehr großen Dimensionen.
  • Axial-Nadellager: Sehr flache Bauweise, für besonders steife und stoßunempfindliche Lagerung bei hohen Axialkräften bestens geeignet.


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